Schulzentrum Gersag 2
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Herbstwanderung 19

Prachtstag auf unserer G2-Herbstwanderung!

oder

Geduld ist der Weg zur Freiheit

Kalt wars, etwas dunkel, fast alle in der wärmenden Jacke fest vermummt, den Rucksack mit freudvollem Süssen, Salzigen gefüllt am Rücken – so trudelten wir alle langsam am frühen Morgen im Gersag ein.

Unsere ganze G2-Bande bald auf dem Weg über die Blatterbrugg - Rengglochstutz – Sonnenberg –

Gütschbähnli – Buslinie 2 – Gersagschulhaus!

Nun, frische Luft, die ersten Sonnenstrahlen kitzelten unsere Nasen und langsam erwachte der Tag und unsere Schüler und Lehrer auch.

Jeder Sheriff sammelte seine/ihre Schäfchen, zählte obligat – jawohl 17 Nasen – los und zack Richtung Centralplatz und schliesslich am rechten Ufer gegen Wolhusen zu der Emme entlang.

Die Sonne stieg höher, und wir wanderten an wunderschönen Säuli, Ponys, kecken Geissen und geburtsfrischen Kälbli vorbei gegen den Littauerboden zu.

Erstes Ziel war die architektonisch herausstechende Blatterbrugg, die mit ihren elegant geschwungenen Bogen schon von Weitem das erste Etappenziel signalisierten.

Dieses wurde hinter sich gelassen, ohne aber vorher noch ausgiebig die Halbzehnuhrrast an der lauschig säuselnden Emme zu geniessen, recht so!

Denn bald darauf wartete auf unsere Bande die erste richtige Bewährungsprobe: ein satter , steiler Einstieg ins Renggloch, welcher das Stehvermögen aller unserer Wädli voll beanspruchte und den Puls auf 720 schletzte!!

Von keinem hörten wir den Spruch: „Ich will nach Hause zu Maaamii!“ Nein, der steile Stutz wurde heldenhaft bewältigt. Jeder überwand den inneren Schweinehund, jede/r war stärker als das kleine Teufelchen links auf der Schulter, das leise flüsterte: „ Chumm hör doch uuf laufe, das isch doch vell z’steile für dech!!!“ Und schon nach über einer Stunde schweisstreibenden Anstiegs kamen wir auf die Krete Chrüzhöchi. Ein Wahnsinns – Panorama breitete sich vor uns aus! Bilderbuchpicture Number One!!

Wir fühlten uns wie die Grössten, irgendwie wie Sieger (Teufelchen und Schweinehund grüssen!)…

Leicht „abhaltig“ erreichten wir den Brätelplatz, welcher wiederum von unserem Ex-Schulhausabwart Paul Krienbühl liebevoll und professionell vorbereitet war! Danke Paul!

„Wotsch e chlii vo miine Pommes? Gisch mer de Sänf? Hesch mer e chlii Wurscht? Magsch no vo miim Cola?“ Herrlich lockere Stimmung und langsam spürten wir unsere Beine!

Nochmals kurz den Güsel zusammengelesen, die Klassen versammelt – gezählt! Suppi, alle Schäfchen da, 17! Den restlichen Proviant zurück in den Rucksack gestopft – und ab gings zum Gütschbähnli.

Dort warteten wir geduldig, bis – sich eine Touristin vordrängelte. Darauf meinte Luis Bajramaj knochentrocken und gerade so laut, dass bestimmt jede/r es hören konnte: „Geduld ist der Weg zur Freiheit!“ Was für ein genialer Satz! Kompliment!

Mit Ruckelgezuckel jeweils zu Sechst rutschte das Bähnli mit uns runter in die Stadt.

Und dann hopp hopp auf unseren Emmenbronxx – Express Numero 2 Richtung Sonnenplatz zurück.

Müde, mit 1246 Blasen mehr an unseren Zehen und Fersen trappelten wir ins Gersag.

„Sie Herr Huez, dürfen wir morgen eine Stunde später zur Schule kommen?“

Mit schrägem Blick über die Brille kam postwendend die Antwort!

Ein eindrücklicher Tag ging dem Ende entgegen aber einer unter uns wird ihn sicher sein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen: Enzo! Er erhielt nämlich während der Wanderung die telefonische Zusicherung seiner Lehrstelle als Strassenbauer! Gratulation, Enzo! Genau das, was du dir erhofft hattest!



So, und jetzt schliesst der Schreiber seinen allerletzten Herbstwanderungsbericht!



Es war schön! Danke Manu Suarez und Astrid Lang für eure vorbildliche Vorbereitung und Organisation!



Dieter Huez

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