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Berufswahlunterricht

Berufswahlunterricht

Berufswahlunterricht an der Sekundarschule

„Kaugummi raus und fester Händedruck!“

Die Berufsfindung ist eine der zentralsten Aufgaben jeder Oberstufen-Lehrperson. Das Ziel, eine gute Anschlusslösung für alle Lernenden zu finden, hat oberste Priorität. Dazu verhilft auch ein fundierter Berufswahl-Unterricht.
Im Rahmen dieses „Lebenskunde-Unterrichtes“ referierte der Lehrlingsbeauftragte Stefan Lienhard von der ortsansässigen Debrunner Acifer AG über die Selektionskriterien bei Lehrstellenbewerbungen und gab den SekundarschülerInnen wertvolle Tipps.

Die Bewerbungsunterlagen: sauber und vollständig

Eine Bewerbung hat nur eine Chance, wenn die eingereichten Unterlagen komplett, sauber und geordnet sind. Weil meistens sehr viele – oft über vierzig – Bewerbungen für eine einzige freie (Lehr-)Stelle eingehen, muss schnell selektioniert werden. Der Personal- oder Lehrlingsverantwortliche macht dafür innert Kürze drei Beigen und unterscheidet in interessant – denkbar – nicht passend. Dabei entscheiden Kleinigkeiten und nicht zuletzt … das Foto.

Das Vorstellungsgespräch: gut vorbereitet

Der eventuelle neue Arbeitgeber möchte, dass sich alle Mitarbeitenden mit der Firma identifizieren. Dazu gehört neben dem Einhalten der (Firmen-)Regeln auch, dass man etwas über die Firma weiss. Das kann heutzutage im Internet gut vorbereitet werden, haben doch alle Unternehmungen eine eigenen Webseite. Womit verdient die Firma ihr Geld? Wie viele Mitarbeitenden und Lehrlinge beschäftigt sie?

Auch sollte der Bewerber einige mögliche Fragen bereits für sich beantwortet haben. „Warum bewerben Sie sich bei uns?“ oder „Welches sind Ihre Stärken?“ sind mögliche Fragen, auf welche man als stellensuchende Person eine Antwort parat haben muss.

Der erste Eindruck ist wichtig!

Zum wichtigen „ersten Eindruck“ gehören neben Pünktlichkeit auch ein gutes Auftreten, was sich schon bei der Begrüssung zeigt. Kannst du den Personal- oder Lehrlingsverantwortlichen mit Namen ansprechen? Ist dein Händedruck fest? Schaust du deinem Gegenüber in die Augen? Auch das äussere Erscheinungsbild ist wichtig: weder schlampig noch übertrieben festlich soll die Kleidung sein. Ein aufgesetztes Cap, übertriebene Pearcings und Tattoos oder ein Kaugummi im Mund sind absolute „No-go’s“ und vermindern beim Vorstellungsgespräch deine Chancen.

Die Top-Chance: eine gelungene Schnupperlehre

Nach einer ersten Selektionierung ist das Berufspraktikum (auch Schnupperlehre genannt) entscheidend. Zeigst du dich als Bewerber/in talentiert und vor allem interessiert? Wie reagierst du bei neuen und vielleicht wenig beliebten Aufgaben?
Wie steht es um deinen Einsatzwillen? Arbeitest du auftragsgemäss und zuverlässig? Die Chance, eine Lehrstelle zu erhalten, erhöhen sich, wenn du alle obigen Fragen mit Ja beantworten kannst.

Die Lehrstellensituation ist gut!

Selten war die Lehrstellensituation so gut wie gegenwärtig. Viele Betriebe können gar nicht alle offenen Lehrstellen besetzen. Stimmen also deine Voraussetzungen (passende Berufswahl, gute Leistungen, richtiges Vorgehen und Verhalten), so sind die Chancen, eine Lehrstelle zu finden, gut!



Kurt Wiprächtiger

Zitate:

„Die 2.Seite des Zeugnisses mit dem Sozial- und dem Arbeitsverhalten ist mir bei der Selektion mindestens so wichtig wie die eigentlichen Schulnoten“
Stefan Lienhard, Lehrlingsbeauftragter Debrunner Acifer AG

„Für die Sichtung einer schriftlichen Bewerbung habe ich im Schnitt etwa zwei Minuten Zeit“
Stefan Lienhard, Lehrlingsbeauftragter Debrunner Acifer AG

„Es ist wichtig, dass man viele Fragen stellt und damit zeigt, dass man etwas
lernen möchte"

Sarina, Kl. G1-2k

„Ich werde mich über einen Betrieb informieren, bevor ich schnuppern gehe."
Jérôme, Kl.G1-2k